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b.i.s. sehr spekulativ


01.02.2001
Der Aktionär

Die Analysten des Anlegermagazins „Der Aktionär“ berichten, dass das Business-Modell der b.i.s. AG (WKN 520470) auf wackeligen Füßen stehe.

Dazu komme ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft reagiere damit auf eine Anzeige des Bundesaufsichtsamtes für den Wertpapierhandel, wonach der Verdacht bestehe, dass b.i.s. Geschäftsanbahnungen verspätet per Ad-hoc-Mitteilung gemeldet habe. In einer Stellungnahme des Unternehmens laute es, die Untersuchungen würden sich auf die Rechtzeitigkeit der Veröffentlichung zweier im Mai 2000 geschlossenen Kooperationsvereinbarungen beziehen. Die Ad-hoc-Mitteilungen seien jeweils drei Tage nach Abschluss der Verträge publiziert worden.


Aber auch im operativen Geschäft laufe es für den Anbieter von elektronischen Börsen- und Finanzrespektive Wirtschaftsinformationen nicht immer nach Plan. Im letzten Jahr habe man bereits sein Engagement in Singapur abschreiben und das Hardware-Business mit Datenempfangsgeräten erwies sich als unrenabel und sei deshalb eingestellt worden. gestellt. Im World Wide Web gäbe es zudem immer mehr Anbieter von Finanzinformationen und Realtime-Kursen (zum Beispiel Finanztreff, Lang & Schwarz), die beides kostenlos zur Verfügung stellten. Als Kunde von b.i.s. bezahle man zwischen 250 und 300 DM monatlich für die Bereitstellung dieser Informationen. Vorstand Schrollinger sollte zwar mit seiner Meinung Recht behalten, dass die Geschäftsmodelle der Konkurrenz über kurz oder lang zum Scheitern verurteil seien, mittelfristig sei aber eine Stagnation der Kundenzahlten zu befürchten. Ebenso würden die Online-Broker nicht herumkommen, Finanzinformationen inklusive Realtime-Kursen anzubieten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2000/200 würden die Analysten die Rückkehr in die Gewinnzone erwarten. Ein Jahresüberschuss vor 300.000 Euro oder 0,10 Euro je Aktie soll nach den vorsichtigen Schätzungen von Merck Finck & Co. per Ende 30. September 2001 erreicht werden. In den beiden darauf folgende Jahren rechne man mit einem Anstieg au 0,49 Euro je Anteilsschein. Der Umsatz werde voraussichtlich wegen der Aufgabe des unrentablen Hardware-Geschäfts in diesem Geschäftsjahr rückläufig sein, wenngleich das Kerngeschäft weiter stark wachsen solle (um 56 Prozent).

Eine Neuausrichtung der Gesellschaft sei, das Lizenz-geschäft zu forcieren. Ziel sei es, die eigens entwickelte Handelsplattform-Software mit integrierten Kursinformationen an die deutschen Online-Broker zu lizenzieren. Deren Nutzen wäre es, einen Mehrwert an ihre Kunden weitergeben zu können. Eine weitreichende Kooperation habe man mit der wallstreet:online Trading GmbH vereinbart, die basierend auf der NetBis-Technologie ihren 300.000 Nutzern ein eigenes Kursinformationssystem unter dem Namen „wallstreet: online Trader" anbiete. Laut Vorstand Schrollinger sei Liquidität noch in ausreichendem Maße vorhanden (rund 15 Millionen DM), um die ehrgeizigen Pläne umzusetzen.

Aus Sicht der Analysten von „Der Aktionär hänge die Zukunft der b.i.s. AG an einem seidenen Faden. Das künftige kostenlose Angebot von Realtime-Kursen erscheine als eine ernsthafte Bedrohung für die b.i.s. Es werde daher entscheidet davon abhängen, inwieweit die Vorstandschaft es schaffe, Online-Broker als Kooperationspartner zu gewinnen. Andernfalls stehe die Chancen für einen erfolgreichen Turnround ungünstig. Anleger sollten sich daher nicht auf eine Spekulation einlassen.




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